Das österreichische Unternehmen g.tec hat ein Interface zwischen Hirn und Maschine entwickelt, dass es Menschen erlaubt, nur mit der Kraft ihrer Gedanken bestimmte Prozesse zu steuern. Welche Prozesse das genau sein können, ist dabei nicht festgelegt – viele verschieden Anwendungen sind denkbar. Das gedankengesteuerte Smarthome, in dem alle Funktionen der Gebäudeautomation wie von Geisterhand gesteuert werden, is zum Beispiel eine Möglichkeit, diese Technologie anzuwenden – siehe auch das Video dazu.
Woran jemand gerade denkt, das wird über Elektroden erfasst, die an einer speziellen Kappe angebracht sind und die jene elektrische Aktivität im Gehirn aufzeichnen, die gemessen werden kann, wenn der Träger ein bestimmtes Symbol wahrnimmt. Symbol und Gehirnaktivität werden auf diese Weise von dem System miteinander verknüpft. Nach einer gewissen Einlernphase, die mit der Verbesserung der Technologie immer kürzer wird, klappt das mittlerweile schon recht schnell – für das P300-Buchstabiersystem, mit dem per Gedankenkraft Texte verfasst werden können, gelingt das offenbar schon in wenigen Minuten, während früher tagelanges Training dafür notwendig war.
Dieses „Gedankenlesesystem“ ist schon marktreif und könnte zum Beispiel Patienten in Krankenhäusern zu Gute kommen, die am Locked-In-Syndrom leiden und bei vollem Bewusstsein sind, aber keinen Muskel ihres Körpers bewegen können – Tests dazu laufen bereits.
Die LEDs für den Deckenring im Veranstaltungssaal machen uns weiterhin nicht wunschlos glücklich. Zuerst mussten wir ja schon Monate warten, bis sie endlich geliefert wurden, und dann haperte es auch noch mit der Dimmbarkeit, weil wir die passenden Trafos noch nicht hatten. Diese Trafos werden wir in nächster Zeit auch nicht bekommen können, weswegen Erwin jetzt entschieden hat, dass wir bei den LEDs auf die Dimmbarkeit verzichten werden.
Hätten wir vorher schon gewusst, welche Probleme da auf uns zukommen, hätten wir wohl auf die „zukunftsträchtigen“ LEDs verzichtet und die 32 Deckenspots stattdessen lieber als 50W Halogenstrahler ausgeführt. Zur Debatte war das ja gestanden, aber dann haben uns die LEDs eben doch als die elegantere Variante überzeugt. In unserem Fall wäre aber die bewährte Technik besser gewesen, was wir leider erst jetzt festgestellt haben.
Wenigstens vom Installationsaufwand her sollten uns aber trotz der jetzigen Änderung keine bösen Überraschungen mehr bevorstehen. Zum reinen Ein- und Ausschalten der LEDs eignen sich die Dimmaktoren, die jetzt vor den beiden Lichtkreisen hängen, genauso, auch wenn sie eigentlich mehr „drauf hätten“. Einzig die Dimmwerte der einzelnen Lichtszenarien beziehungsweise für die Lichtkreise Lichtkreis 345L und 346L müssen noch angepasst werden, aber das sollte eine Sache von ein paar Minuten Programmieren am Home-Manager sein. Vielleicht schaffe ich es die Tage ja mal wieder, ins Yoga-Zentrum rauszufahren, dann kann ich das gleich selber machen .
Studenten der FH Bielefeld haben im Rahmen eines interdisziplinären Projekts zum Thema „safe home“ ein Sturzerkennungs-System entwickelt, das zum Beispiel Demenzkranken helfen soll, die bei einem Spaziergang hinfallen. Ein Airbag-Sensor registriert bei dem System die Beschleunigung beim Fall, woraufhin ein Alarm ausgelöst wird, der an eine Notfallstelle weitergeleitet wird. In der Notfallmeldung wird dank integrierter Ortungstechnologie des Systems zugleich eine genaue Positionsangabe mitgeleitet, so dass Rettungskräfte oder Pflegepersonal schnell die Unglücksstelle erreichen können, um dem Opfer zu helfen.
So weit, so gut. Als ich von dem Airbag-Sensor und Stürzen gelesen habe, musste ich aber sofort an diese Werbung hier denken. Die beiden Systeme ließen sich doch hervorragend kombinieren, oder?
Kinistler und Toni wollten wissen, was es mit dem sogenannten „Routing“ auf sich hat. Also zuerst mal, worum geht es dabei genau? Wenn ein Funkbefehl innerhalb des Bussystems wegen einer zu großen Entfernung zwischen den Komponenten oder aufgrund von schlechter Empfangsqualität nicht direkt gesendet werden kann, kann eine andere Komponente diesen Befehl „weiterleiten“, so dass er doch noch am Ziel ankommt. Diese Funktion nennt sich Routing.
Grundsätzlich gibt es beim Xcomfort Bussystem von Moeller zwei Arten des Routings, die von der Installationsart abhängig sind. Ich will mal versuchen, das zu erklären .
Wird das System mit dem Schraubenzieher konfiguriert („Basic Mode“, also die einfache Installationsart ohne Room-Manager oder Home-Manager), dann setzt der Elektriker bei Verbindungsproblemen zwischen Sensor und Aktor einen eigenen „Router“. Dieser Router sieht aus wie ein Aktor, ist aber auf die reine Routing-Funktion reduziert.
In „Comfort Mode“-Installationen sucht die Konfigurations-Software den geeignetsten Verbindungsweg zwischen Sensor und Aktor und legt ihn automatisch fest. Kann der Befehl nicht direkt übertragen werden, werden einer oder mehrere Aktoren zwischen Sender und Empfänger von dem Programm als Router festgelegt. Grundsätzlich können diese Aufgabe alle netzversorgten Unterputzgeräte erfüllen, ja sogar Zwischenstecker sind als Router ausgelegt, aber bei diesen sollte die Routing-Funktion am PC eher deaktiviert werden, weil sie entfernbar sind. Room-Manager und Home-Manager können jedoch nicht als Router fungieren.
Forscher an der Universität Granada haben eine künstliche Intelligenz entwickelt, die vergesslichen Hausbewohnern dabei helfen soll, sich an wichtige Dinge zu erinnern. Das Computerprogramm wird dabei von Sensoren unterstützt, die über die Räume verteilt sind und die Bewegungen der Menschen aufzeichnen. Zusätzlich sind alle Objekte, die häufig benutzt werden, mit RFID-Etiketten ausgerüstet und senden bei Berührung ein Signal zu einem zentralen Computer.
Die Daten, die über die Sensoren und die RFID-Etiketten gesammelt werden, stellen für die künstliche Intelligenz die Grundlage dar, um zu „lernen“, was ein normaler und typischer Tagesablauf ihrer Menschen ist. Das System erstellt damit Listen von verknüpften Handlungen: „Das Haus verlassen“ wird zum Beispiel mit “ die Schlüssel mitnehmen“ und „das Handy mitnehmen“ kombiniert. Wer hinausgehen will und eines dieser Objekte einmal nicht dabei hat, der wird über einen Alarm auf einem kleinem tragbaren Gerät daran erinnert, das er etwas Wichtiges vergessen hat.
Das System ist weitgehend nicht-invasiv, es kommt ohne Kameras und Mikrophone aus und zwingt seine Benutzer nicht dazu, sich mit neuer Technik auseinanderzusetzen oder irgendetwas an ihrem Tagesablauf zu ändern. Seine Entwickler wollen es im Rahmen des Ambient Assisted Living vor allem für Senioren einsetzen, die möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben wollen, aber geistig vielleicht nicht mehr ganz frisch sind. Praktisch wäre es aber sicher auch für jüngere Menschen .
Jahrhundertelang wurden bei Kamelrennen in den Golfstaaten kleine, ungefähr vier Jahre alte, Jungen als Jockeys eingesetzt. Diese Kinder wurden ihren verarmten Eltern regelrecht abgekauft, wenn sie nicht überhaupt gleich in die Sklaverei entführt wurden. Durch ihr geringes Gewicht und ihre geringe Körpergröße waren sie keine große Last für die Tiere, die mit ihnen am Rücken besonders schnell laufen konnten. Sie wurden nur mangelhaft ernährt, damit sie klein und leicht blieben, wurden regelmäßig Opfer von Verletzungen und Mißbrauch und hatten keinen Zugang zu Schulbildung.
Die Roboterjockeys sind nur zwei bis drei Kilo schwer und mit einem Preis von ein paar Hundert Dollar relativ günstig in der Anschaffung. Sie werden direkt auf den Kamelrücken geschnallt, von wo aus sie ihr Reittier mit einer rotierenden Peitsche zu Höchstleistungen anspornen. Gesteuert wird all das über eine Fernbedienung und zwar meistens von einem Fahrzeug aus, das neben den gallopierenden Wüstenschiffen herfährt.
In der Ökostadt Masdar City werden intelligente Haushaltsgeräte getestet, die direkt mit dem Smart Grid vernetzt sind und sich nur dann einschalten, wenn das von Seiten der Energierzeugung her gerade sinnvoll ist. Produzieren das Solarkraftwerk und die Windkraftwerke viel Strom, der nicht anderweitig verbraucht wird, dann nehmen Waschmaschinen und andere energiehungrige Elektrogeräte ihre Arbeit auf. Ist die Versorgung dagegen gerade knapp, weil zum Beispiel gerade alle von der Arbeit heimgekommen sind und ihr Abendessen kochen, dann wird eben keine Wäsche gewaschen. Das alles wird direkt über das Smart Grid automatisch gesteuert, die Geräte kommunizieren über Funk mit dem Stromnetz.
So weit so klar, ich habe ja bereits vor zwei Wochen darüber geschrieben. Was mir allerdings neu war: Auch bei uns in Österreich könnte so etwas schon in den nächsten Jahren umgesetzt werden. Smart Metering kommt ja dank EU Vorgaben ohnehin in alle Haushalte, intelligente Zähler müssen in den nächsten Jahren installiert werden. Echelon und Eaton wollen da nun eine Komplettlösung bereitstellen, welche die Messsysteme mit der Haustechnik verbindet. Dadurch wird nicht nur ein Überblick über den aktuellen Verbrauch möglich, sondern darüber hinaus eine direkte Kommunikation zwischen den Stromanbietern und den Haushalten.
Für die Stromanbieter hat das den Vorteil, dass sie einen viel genaueren Überblick darüber bekommen, wieviel Strom gerade in einer Region verbraucht wird und etwa zeitnah Kraftwerke hochfahren können. Außerdem wird so ein besseres Lastmanagement möglich, Spitzenlasten können reduziert werden, es muss weniger Strom aus dem Ausland importiert werden, wenn unsere eigenen Kapazitäten besser genutzt werden. Kleine, regionale Energieversorger können besser ins Netz eingebunden werden, alternative Energien besser genutzt werden, und die Netzinfrastruktur kann schlank gehalten werden, auch wenn der Energieverbrauch insgesamt ansteigt.
Was bringt das aber uns als Kunden? Möglicherweise viel, wenn es gleichzeitig eine flexible Tarifgestaltung gibt. Dann würde es sich nämlich auszahlen, dass unsere Waschmaschine auf ein Signal aus dem Smart Grid hin automatisch eingeschaltet wird, wenn die Erzeuger gerade Überschüsse produzieren und ihren Strom deswegen billig hergeben. Das wäre dann eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten .
Als Ubiquitous Computing oder Rechnerallgegenwart wird die Durchdringung aller Lebensbereiche mit rechnergestützter Informationsverarbeitung bezeichnet. Das Wort ist teilweise synonym mit dem Begriff Internet der Dinge, aber noch umfassender in seiner Bedeutung, weil es als Konzept die ganze Interaktion zwischen Mensch und Maschine beinhaltet und nicht nur die Seite der „Hardware“.
Wenn es nach dieser Vision geht, dann sollen Gegenstände in unserer Umgebung zunehmend mit Computerintelligenzen ausgestattet und untereinander vernetzt werden. Wir als Benutzer dieser Gegenstände sollen uns aber deswegen nicht ständig mit komplizierten Bedienungsanleitungen für jedes dieser Objekte herumplagen müssen, sondern uns im Optimalfall gar nicht großartig darum kümmern müssen, dass wir es mit intelligenten Gegenständen zu tun haben, weil die Handhabung so intuitiv aufgebaut ist oder die Gegenstände überhaupt gleich automatisiert funktionieren und uns helfen. Als Beispiel dafür soll an dieser Stelle wieder einmal der oft von mir zititierte intelligente Kühlschrank herhalten, der selbstständig Menüvorschläge aus den vorhandenen Lebensmitteln zusammenstellt und seine Besitzer warnt, wenn ein Produkt sein Ablaufdatum erreicht.
Mark Weiser, der Erfinder des Ubiquitous Computing, meinte: „Im 21. Jahrhundert wird die technologische Revolution das Alltägliche, Kleine und Unsichtbare sein.“ Nach der Ära der riesigen Großcomputer der ersten Jahre, an denen viele Forscher gemeinsam arbeiteten, und der Ära der Personal Computer, wo jeder an einem eigenen Rechner arbeitet, soll nun mit der Rechnerallgegenwart eine dritte Ära beginnen, in der viele Computer für einen Menschen arbeiten. Nachdem ich gerade gestern Terminator 4 auf DVD abgesehen habe, erzeugt diese Vorstellung zumindest ein paar paranoide Gedanken in meinem Kopf .
Erinnert ihr euch noch an BigDog, den Militärroboter auf vier Beinen, der trittfest durch allerlei unwegsames Gelände marschiert und sich selbst durch einen gezielten Stoß von der Seite nicht umwerfen lässt? Boston Dynamics, die Entwickler von BigDog, haben jetzt ein Video von einem weiteren Prototypen ins Netz gestellt.
Der neue Roboter heißt Petman und ist ein Zweibeiner mit richtigen Füßen. Beim Gehen setzt er zuerst die Ferse auf und rollt den Fuß dann über die Zehen ab, genauso wie ein Mensch. Er ist ähnlich trittsicher wie BigDog und fällt auch nicht gleich bei jeder Berührung um, und mit immerhin 5 km/h ist er außerdem recht flott unterwegs und könnte locker mit Soldaten mitmarschieren.
Bei der Army wird Petman´s Job aber erst einmal darin bestehen, Schutzkleidung gegen chemische Waffen zu testen. Bei diesen Experimenten wird er sich im Schutzanzug laufend und kriechend herumbewegen und sogar Gymnastikübungen machen, die das Material besonders belasten. Nebenbei kann Petman auch die Temperatur und Luftfeuchtigkeit innerhalb der Schutzkleidung variieren und so einen menschlichen, schwitzenden Körper simulieren. Die Entwickler des Projekts Robocup können sich da glaube ich einiges abschauen .
Miriam hat mir im September diesen Kommentar bei einem Beitrag übers Vereinshaus hinterlassen: „Ich würde mich freuen, wenn du mal Room Manager und Home Manager gegenüberstellen würdest, sodass man deutlich die Vorteile oder Anwendungsgebiete von beiden aber auch die Nachteile oder Grenzen von ihnen vor sich hat.“Ich lebe, um zu dienen, deswegen versuche ich dieser Bitte nun Folge zu leisten .
Der Home-Manager kann umfangreich und individuell programmiert werden, er geht mehr in die Tiefe als der Room-Manager. Er ist ein Steuergerät für die komplette Elektroinstallation, für Licht, Beschattung und den gesamten Heizbereich, also die Heizung inklusive der Heizungsanlage. Damit lassen sich zum Beispiel eine Hackschnitzelanlage und eine thermische Solaranlage aufeinander abgestimmt betreiben, so dass nur dann Holz verfeuert wird, wenn die Sonnenstrahlen zu wenig Energie erzeugen. Theoretisch unbegrenzt vielen Räumen können Beschattungsszenarien zugewiesen werden und Zeitprofile für die Heizung, die festlegen, wann welche Temperatur herrschen soll.
Der Room-Manager hat dagegen vorprogrammierte Applikationen, er ist auf die wichtigsten Funktionen in einer Wohnung ausgelegt. Er kann keine ganze Heizungsanlage steuern, aber wohl die Temperatur in bis zu drei Zonen (wie zum Beispiel Wohnräume, Schlafräume, Bad) und den Sonnenschutz in ebenfalls drei Zonen. Er ist sozusagen der kleinere Bruder des Home-Managers mit weniger umfangreicher Funktionalität. Nur für den Room-Manager gibt es von Moeller außerdem das Energie-Controlling-Paket (Smart Metering für die eigenen vier Wände) und ein Sicherheitspaket (Gefahrenwarnanlage mit Überwachung in zwei Zonen und Alarmmeldungen) – beide Funktionen müssen aber extra freigeschalten werden.