Das Internet der Dinge
Das Internet der Dinge (Englisch: Internet of Things) ist eine Vision für die elektronische Vernetzung von Gegenständen des Alltags. Alle möglichen Dinge vom Joghurt bis zum Flugzeug sollen kleine sensorbestückte RFID-Chips tragen (insgesamt 50 bis 100.000 Milliarden Objekte laut Wikipedia), mit denen sie überall auf der Welt identifiziert werden können. Dadurch soll Diebstahl unmöglich werden, weil wir immer wissen, wo ein Produkt gerade ist. Pakete würden nicht mehr auf dem Postweg verloren gehen und die Lagerhaltung von Unternehmen oder auch schon nur im eigenen Kühlschrank wäre viel einfacher, weil Computer immer feststellen können, was gerade zur Neige geht oder noch genügend vorhanden ist.
Die Gegenstände sollen aber nicht nur global vernetzt, sondern auch intelligenter werden. Reisepässe könnten selbstständig mit Grenzkontrolleinrichtungen kommunizieren, um Wartezeiten zu vermeiden (innerhalb der EU dank offener Grenzen nur mäßig sinnvoll) und Autoreifen selbstständig dem Auto und das wiederum dem Fahrer mitteilen, wenn sie ausgetauscht werden müssen. Die Möglichkeiten sind ziemlich grenzenlos, wenn alles miteinander “spricht” und Statusberichte abgeben kann.

Bar Code Scanning of Medications
Selbst die Natur, die ja auch voller Objekte ist, soll in das Netzwerk einbezogen werden. Bäume in den Regenwäldern Brasiliens könnten mit den Chips ausgerüstet werden, damit festgestellt werden kann, ob sie illegal abgeholzt werden. Sicherlich ist das keine kleine Aufgabe, aber wer weiß, vielleicht finden sich finanzkräftige Organisationen, die ein Heer von Arbeitern bezahlen können, die sich jahrelang durch den Urwald chippen. Ganz nebenbei würden noch Jobs in der Überwachung entstehen, als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wäre das sicher ein großartiger Plan. Wenn die Chips irgendwann nur noch winzig groß sind, dann könnten eifersüchtige Kirschbaumbesitzer solche Aktionen sogar im eigenen Garten durchführen und in mühevoller Handarbeit jede einzelne Frucht markieren, damit ja keiner mehr unbestraft zulangen kann
.
Ich weiß nicht, aber dieses Szenario ängstigt mich irgendwie. Warum soll sowas gut sein und vor allem für wen? Das wär die absolute Kontrolle von allem was dingfest gemacht werden kann. Außerdem hat jede Medaille auch eine Rückseite und die Rückseite von so einer kontrollierten Welt will ich nicht erleben. Nein, dann riskier ich lieber, dass jemand die Kirschen meiner später vohanden sein werdenden Kirschbäume klaut.
Miriam - Juli 30, 2009 um 4:27 nachmittags |
Ja, es geht um Kontrolle und Überwachung, und ob das gut ist, das muss wahrscheinlich jeder für sich selbst entscheiden.
Tom - Juli 31, 2009 um 8:58 vormittags |
[...] Dinge jederzeit und überall miteinander verbunden sind und interagieren. Hammond spricht also vom Internet der Dinge, beziehungsweise vom Ubiquituous [...]
Vernetzte Welt Zwanzig Dreißig « Licht 2.0 - Mai 12, 2010 um 6:35 nachmittags |