Fische unter Strom: Der Zitteraal
Der Zitteraal, Electrophorus electricus, ist in der Lage, Stromstöße zu erzeugen. Diese setzt er sowohl zur Jagd als auch zur Verteidigung ein. Er verfügt über elektrische Organe, 6.000 bis 8.000 Plättchen, die 500 bis 800 Volt produzieren können. Die Leistung ist beachtlich und beläuft sich bei ausgewachsenen Zitteraalen auf über 1.000 Watt: Damit könnte man schon einen kleineren Haushalt betreiben!
Die Zitteraal-FAQs:
- Kann ein Stromschlag von einem Zitteraal dem Menschen gefährlich werden?
Oh ja! Allerdings muss man sagen, dass der Zitteraal grundsätzlich ein lieber ist!
Nur bei Gefahr setzt er Stromschläge ein oder wenn er Beute machen will. - Wird der Zitteraal manchmal durch seinen eigenen Stromschlag k.o. gesetzt?
Nein, ihm selbst schadet der Stromschag nicht, weil er die Spannung ja abgibt. - Setzt der Zitteraal den Strom auch für friedliche Zwecke ein?
Schwächere Stromstöße benutzt er auch zur Orientierung und zur Kommunikation mit seinen Artgnossen. Vermutlich auch zum Flirten.
- Hat der tapfere Zitteraal denn gar keine Feinde?
Dank ausgefeilter E-Waffe gibt es keine Feinde, mit denen er es nicht aufnehmen könnte. - Der Zitteraal scheint ein tolles und “spannendes” Leben zu führen. Hat das ganze auch einen Haken?
Leider ja: Der Zitteraal hat im Laufe der Evolution seine Kiemen schlecht gewartet: Sie sind mittlerweile so verkümmert, dass er den Sauerstoff über die Haut in der Mundhöhle aufnehmen muss. Die einzige Schwäche des Zitteraals: Er muss alle 15 Minuten an die Wasseroberfläche kommen! - Ja, der Zitteraal fasziniert mich: Wo kann ich ihn persönlich kennen lernen?
Der Zitteraal lebt in Süß-Gewässern im Nordosten Lateinamerikas. Und natürlich im besten Zoo Europas 2010: Im Tiergarten Schönbrunn.
warum heißt dieser fisch “zitteraal”, ich hab ihn
auf dem spot garnicht zittern gesehen?
wie groß wird er eigentlich?
ich würde ihn gerne einmal beim auftauchen beobachten!
danke für deine “aalglatten” antworten und den
überaus “spannenden” artikel. Ciao!
peter - Mai 20, 2011 um 4:11 pm |
Der Name “Zitteraal” ist tatsächlich ein wenig irreführend: Warum oder vor wem sollte dieser tapfere Fisch denn erzittern?
Die englische Bezeichnung trifft es da schon besser: “Electric Eel”. Das klingt ein wenig wie eine Rockband
, gemeint ist aber unser Freund der Zitteraal. Der kann gut und gerne 20 Kilo schwer werden und bis zu 3 Meter groß.
LG
Tom
Tom - Mai 27, 2011 um 12:59 pm |
[...] kurzem hab ich euch einen sympathischen und stets energiegeladenen Zeitgenossen vorgestellt: den Zitteraal. Dieser Süßwasserfisch verfügt über elektrische Organe, die 500 bis 800 Volt erzeugen können. [...]
Der Zitteraal 2.0 « Licht 2.0 - Mai 27, 2011 um 2:19 pm |
[...] Zitteraal ist ein besonders sympathischer und stets energiegeladener Zeitgenosse: Dieser Süßwasserfisch [...]
Frohe Weihnachten! « Licht 2.0 - Dezember 22, 2011 um 11:00 am |